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Seite 1 von 2 Der Müll ist ein neues Problem in SimCity 3000. Wie in der Realität produzieren Einwohner, Gewerbe und vor allem Industrien Abfälle, die entsorgt werden müssen. Diese Aufgabe sollte der Bürgermeister nicht unterschätzen, schnell ziehen die Sims aus schmutzigen Städten weg.
Einleitung Der Müll ist ein neues Problem in SimCity 3000. Wie in der Realität produzieren Einwohner, Gewerbe und vor allem Industrien Abfälle, die entsorgt werden müssen. Wenn der Bürgermeister die Müllentsorgung vernachlässigt, wird der ganze Dreck in der Stadt zwischen den Wohnhäusern liegenbleiben, und das finden die Sims gar nicht gut. Niemand will im Müll wohnen und daher werden die Sims wegziehen, wenn die Abfälle nicht nach kurzer Zeit verschwinden. Entsorgungsbetriebe Man kann seinen Müll auf verschiedene Arten loswerden. Leider entsteht dabei fast immer Luftverschmutzung. Die im folgenden beschriebenen Betriebe und Einrichtungen haben eines gemein: sie müssen alle einen Anschluß an das Verkehrssystem haben, also an einer Straße oder Bahnstation liegen und sie sollten weit von Wohn- und Gewerbegebieten entfernt liegen, da sie einen sehr hohen NIMBY-Effekt (siehe Artikel über Landwerte) haben. | | Mülldeponie
Preis pro Feld: 50 § Leistung: ein Feld faßt ca 3.200 t Müll Umweltbelastung: unterschiedlich Lebensdauer: unendlich Grundfläche: variabel (ca. 3.200 t pro Feld) Mülldeponien sind die einfachste Variante der Müllentsorgung, da die Abfälle hier einfach liegengelassen werden. Diese Gebiete verbrauchen viel Platz in der Stadt und erzeugen, abhängig von der Größe, eine mittlere bis hohe Umweltverschmutzung (Luft & Wasser). Die Deponierung von Müll ist zwar sehr preiswert, allerdings wird man Deponien nicht so einfach los, wenn diese erst einmal voll sind, denn man kann nur völlig leere Deponien abreißen. Es dauert ca. 25 Jahre, bis der Müll wieder verschwindet. Zu Beginn sind die Deponien die einzige Entsorgungsmöglichkeit und daher unverzichtbar, im späteren Spielverlauf ist es aber sinnvoll den Müll zu verbrennen oder zu exportieren. Wichtig ist auch, daß eine Deponie erst dann funktioniert, wenn sie mindestens 2x2 Felder groß ist. Da eine Deponie eine begrenzte Kapazität hat wäre es logisch zu denken, daß sie nach einer gewissen Zeit einfach voll ist und eine neue bzw. größere Deponie gebraucht wird - das stimmt allerdings nicht. Es ist so, daß der Müll in ca. 20 bis 25 Jahren vollständig kompostiert wird. Ein Beispiel: Eine Stadt, die nicht wächst erzeugt eine bestimmte, gleichbleibende Menge Müll, und in dieser Stadt gibt es eine Deponie, die soviel Müll aufnehmen kann wie die Stadt in 25 Jahren produziert. Nach 25 Jahren ist die Deponie voll, allerdings verschwindet der Müll, der vor 25 Jahren dort gelagert wurde nun. Da das jährliche Müllaufkommen sich nicht verändert hat verschwindet nun jährlich soviel Müll wie neuer dazu kommt. Daher bleibt die Deponie zwar voll, allerdings reicht die Kapazität bis in alle Ewigkeit aus, solange sich das Müllaufkommen nicht erhöht. Leider steigt das Müllaufkommen aber in wachsenden Städten, so daß man sich nicht nur auf Mülldeponien verlassen kann. | | | Müllverbrennungsanlagen Preis: 7.500 § Leistung: 4.500 t / Monat Lebensdauer: 80 Jahre Umweltbelastung: Gefährlich hoch Grundfläche: 3x3 Felder (500 t pro Feld) Anstatt den Müll einfach liegen zu lassen kann man ihn verbrennen. Im Endeffekt bedeutet das nichts anderes als eine Umwandlung von Müll in Luftverschmutzung. Postiert man diese Anlagen jedoch am Kartenrand oder besser noch in einer Ecke, dann gehen die meisten Abgase zum Nachbarn. Diese Art der Müllentsorgung ist zwar wesentlich teurer als Mülldeponien, nimmt aber deutlich weniger Platz weg und ermöglicht dem Spieler das Müllproblem besser zu kontrollieren. Hat man eine Deponie und Verbrennungsanlagen, dann geht der Müll zunächst in die Öfen. Alles was die Kapazität der Verbrennungsanlagen übersteigt landet auf der Deponie. Es ist sehr zu empfehlen diese Anlagen zu bauen, sobald sie verfügbar sind, da so viel Platz gespart werden kann. | | | Müllkraftwerke Preis: 25.000 § Leistung: 5.250 t / Monat + 5.000 MW/h Strom Lebensdauer: 80 Jahre Umweltbelastung: Sehr hoch Grundfläche: 3x3 Felder (580 t + 550 MW/h pro Feld) Wenn man den Müll verbrennt kann man ja eigentlich auch gleich Strom daraus machen. Klingt einfach, ist es scheinbar aber nicht, denn Müllkraftwerke sind erst ab dem Jahr 2000 verfügbar und sie sind sogar teurer als ein Atomkraftwerk. Ich habe hier keinen Effizienz-Wert wie bei Pumpen und Kraftwerken angegeben, da dieser den Rahmen sprengen würde. Meinen Berechnungen, die ich trotzdem angestellt habe, zufolge ist diese Anlage jedoch extrem teuer. Sie liegt im Bereich Stromerzeugung in Kostenbereich eines Solarkraftwerks (sehr schlecht) uns ist im Betrieb doppelt so teuer wie die normale Müllverbrennung. Dafür bieten Müllkraftwerke ein interessantes Feature, indem sie Energie und Müllentsorgung auf einer sehr kleinen Fläche unterbringen und außerdem erzeugen sie eine etwas geringere Umweltverschmutzung als gewöhnliche Verbrennungsanlagen. Da der Hauptvorteil also die Platzersparnis ist sollten diese Anlagen am besten dann eigesetzt werden, wenn es kaum noch freie Flächen gibt. Dann hat die Stadt auch meist genug Geld, um diese Anlagen problemlos zu finanzieren. | Es ist zu empfehlen zunächst Deponien anzulegen und auf Verbrennungsanlagen umzusteigen, sobald diese verfügbar sind. Später wenn es nur noch wenige freie Flächen gibt ist eine Aufrüstung zu Müllkraftwerken anzuraten.
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