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Modellieren der Sonnenuhr

Da unsere Sonnenuhr nicht größer als ein Meter werden soll, sollten wir zunächst in die Szene hineinzoomen. Das beim Start des BAT sichtbare Raster entspricht einer Kantenlänge von 16 Metern.

ImageDazu sollte Zoom All in der unteren rechten Ecke gewählt werden und die Maus auf einen der Arbeitspanele mit gedrückter linker Maustaste nach oben bewegt werden. Irgendwann erscheint in dem sichtbaren Raster ein weiteres Raster. Dieses Raster entspricht einer Kantenlänge von einem Meter. In dieser Vergrößerungsstufe ist bei kleinen Objekten, wie zum Beispiel unsere Sonnenuhr, gut zu arbeiten.

ImageAls erstes soll der Sockel der Sonnenuhr gebaut werden. Hierzu wählen wir in der Werkzeugauswahl Create, Geometry und dann Cylinder. In der Draufsicht ziehen wir dann die Grundfläche des Zylinders mit der gedrückten linken Maustaste auf, bewegen die Maus nach Loslassen der linken Maustaste ein kleines Stück nach oben und klicken noch einmal die linke Maustaste. Nach dem Setzen des Sockels sollte noch die Anzahl der für den Zylinder verwendeten Polygone verringert werden. Hierzu ist in der rechten Werkzeugleiste im Rollout Parameters die Anzahl der Segmente in der Höhe auf 1 und die Anzahl der Seiten auf 12 gestellt werden.

ImageDes Weiteren sollte Smooth aktiviert sein, um den Sockel rund erscheinen zu lassen. Gegebenenfalls lässt sich auch der Radius und die Höhe des Sockel noch nach Belieben von Hand korrigieren. Immer daran denken, dass es sich bei den Werten für Radius oder Höhe um Meter handelt. Sinnvollerweise sollte den Objekten noch ein sprechender Name wie zum Beispiel Sockel gegeben werden. Bei komplexeren Gebäuden hilft dies später bei der Auswahl von Objekten.



ImageAls nächsten soll die Platte der Sonnenuhr auf den Sockel gesetzt werden. Hierzu wird wieder ein Zylinder verwendet, welcher etwas größer als die Basisplatte ist, und der leicht schräg gestellt wird. Diesmal soll eine alternative Methode zum Erzeugen von Objekten verwenden werden, und zwar durch die manuelle Eingabe mit der Tastatur. Hierzu sind im Rollup Keyboard Entry die entsprechenden Eingaben vorzunehmen. In diesem Beispiel wird auf einer Höhe von 0,4 m über dem Nullpunkt eine Platte mit 1,0 m Radius und einer Höhe von 0,08 m erzeugt. Nach Selektieren des Arbeitspanel Draufsicht lässt sich nach dem Eintragen der Werte durch Klick auf Create dann ein Zylinder mit den gegebenen Angaben als Platte erzeugt. Das vorherige Selektieren der Draufsicht ist wichtig, da sich die Angaben Radius und Höhe dann auf diese Sicht beziehen.



ImageDiesen Zylinder wollen wir nun schräg stellen. Hierzu klicken wir bei selektierter Platte auf Select and Rotate in der oberen Werkzeugleiste und führen dann noch einmal einen Rechtsklick auf das Werkzeug Select and Rotate aus. In dem erscheinenden Dialog tragen wir unter Absolut: World für die x-Achse 10 Grad ein. Die Platte wird hierdurch um 10 Grad gekippt. Leider ist nun der Sockel durch die Platte sichtbar. Deshalb muss die Platte etwas angehoben werden. Links neben Select and Rotate findet sich das Werkzeug Select and Move. Nach Auswahl dieses Werkzeugs und einen Rechtsklick erhält man wieder einen Dialog, in dem für die Z-Achse der Weltkoordinaten der Wert auf 0,5 gestellt werden sollte. Nun sieht es gut aus. Alternativ lässt sich die Platte auch mit der Maus in den Arbeitspanelen drehen und bewegen. Das Ergebnis sollte dann in etwa wie folgt aussehen. Die Lücke zwischen Platte und Sockel ist nicht weiter störend, da aufgrund der Sicht eines SimCity-Spielers die Lücke für ihn nicht sichtbar ist.

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Das ist ein guter Moment, um die bisherige Arbeit zu speichern. Hier wäre auch ein guter Zeitpunkt gekommen, das Modell zu erzeugen und ein Prop daraus zu erzeugen. Im Lot-Editor lässt sich dann überprüfen, ob die Größenverhältnisse stimmen, bevor wir weitermachen. Im Verlauf diesem Tutorial soll jedoch fürs erste darauf verzichtet werden und mit dem Bau der Sonnenuhr fortgefahren werden.

ImageAls nächstes benötigen wir noch etwas, das einen Schatten auf die Platte wirft, damit wir wissen wie spät es ist. Zu diesem Zweck soll aus einem Linienzug ein dreidimensionales Objekt mit Extrude erzeugt werden. Um besser arbeiten zu können, zentrieren wir erst mal die Sicht in der Ansicht von links mit Zoom Extends Selected. Hierzu muss die Ansicht von links selektiert sein. Sollte hierbei die Ansicht sehr klein werden, so wurde Zoom Extends gewählt. Um Zoom Extends Selected zu erhalten, ist die Maustaste länger als eine Sekunde auf dem Werkzeug zu halten und man kann zwischen beiden Ansichtswerkzeugen auswählen. Alle Schalter in gmax, welche einen schrägen weißen Strich in der rechten unteren Ecke enthalten, besitzen mehrere Funktionalitäten, zwischen denen man auswählen kann.


ImageUm den Linienzug zu erstellen, müssen wir Create/Shapes/Line wählen. Unter einen Shape wird immer ein zweidimensionales Objekt verstanden. Um einen Linienzug zu erstellen, sind die Punkte zu markieren, welche durch den Linienzug verbunden werden. Wir wollen nun einen Linienzug mit fünf Linien in der Ansicht von links erstellen. Die Punkte werden in diesem Fall auf der Ebene gesetzt, welche in der Draufsicht durch die x-Achse angegeben ist. Diese sollte sich in der Draufsicht im Nullpunkt befinden. Klicke jetzt mit der Maus die fünf Punkte und klicke abschließend auf den ersten gesetzten Punkt. gmax fragt dann nach, ob der Linienzug geschlossen werden soll. Diese Frage ist mit Ja zu beantworten.

 

 

 

Die Ansicht von links sollte nun wie in dem Bild unten aussehen.

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ImageNoch sieht das Ganze nicht sehr schön aus. Es sollte noch eine Rundung in die linke und rechte Seite eingearbeitet werden. Hierzu müssen wir die beiden Linien aufbrechen. Dazu ist Modify zu wählen. Bearbeiten wollen wird die Segmente des Linienzugs, also Segment in der Liste der modifizierbaren Elemente (Modifier List) selektieren. Im Rollup Geometry ist Break anzuwählen. Das Aussehen des Mauszeiger ändert sich daraufhin und wir klicken zunächst auf die linke Linien in unserem Linienzug. Nun ist die Linie an dieser Stelle zerschnitten.

Als nächstes wollen wir die beiden Endknoten unseres Linienzugs verschieben. Wir wählen hierzu anstelle von Segment den Eintrag Vertex aus der Liste der modifizierbaren Elemente und aktivieren Select and Move aus der oberen Werkzeugleiste und klicken auf den Punkt, an dem wir die Linie zerschnitten haben.


ImageWenn der Punkt aktiviert wurde, erscheinen Pfeile, welche die x, y, und z Achse markieren. Wenn die Maus auf einen dieser Pfeile bewegt wird, so verändert sich dessen Farbe. Dies signalisiert, dass nun durch Drücken der linken Maustaste nur auf dieser Achse verschoben werden kann. Durch Drücken der linken Maustaste über dem x-Achsen-Pfeil und bewegen der Maus nach rechts lässt sich nun der Punkt nach rechts bewegen. Mit Hilfe der grünen Punkte kann der Winkel verändert werden, welchen die Linie an dem Endpunkt einnimmt. Danach bewegen wir den anderen Endpunkt genau über den eben verschoben Punkt. gmax fragt in diesem Fall nach, ob beide Punkte miteinander verschweißt werden sollen ("Weld coincident endpoints?"). Diese Frage ist mit Ja zu beantworten. Das gleiche wiederholen wir jetzt mit der rechten Linie unseres Linienzugs. Das Endergebnis sollte in etwa wie folgt aussehen:

ImageDas sieht schon besser aus. Nun muss noch aus dem zweidimensionalen Linienzug ein dreidimensionales Objekt gemacht werden. Das Werkzeug hierfür heißt Extrude und ist im Menü unter Modifiers zu finden. Alternativ hierzu lässt sich auch die Modifier List aufklappen und der Menüpunkt Mesh Editing/Extrude auswählen. In dem Rollup Parameters ist für Amount ein passender Wert einzusetzen, wie beispielsweise 0,08 für 8 cm. Jetzt muss nur noch das Objekt in die Mitte der Sonnenuhr bewegt werden. Das Endergebnis sieht wie folgt aus:

ImageDie Platte und unser Horn für den Schattenwurf soll aus einem Element bestehen. Also fügen wir die beiden Elemente zusammen. Dazu ist zunächst die Platte zu konvertieren. In dem mit einem Rechtsklick erscheinenden Werkzeugmenü ist in der unteren Ecke unter Convert to und dort Convert to Editable Patch zu finden. Bei selektierter Platte ist ist in dem Rollup Edit Geometry oder im Kontextmenü Attach zu wählen und danach auf das Horn zu klicken. Das Rollup ist dabei gegebenenfalls nach unten zu scrollen. Beide Objekte bekommen nun die gleiche Farbe und sind als ein Objekt anwählbar.