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Aufbau von Modellbibliotheken

gmax erlaubt es, Objekte aus anderen Modelldateien in ein Modell einzufügen. Dies erlaubt es uns, eine Modellbibliothek für immer wiederkehrende Standardelemente eines Gebäudes zu erstellen. Dies könnten zum Beispiel Klimaanlagen, Antennen, Treppen oder noch ganz andere Dinge sein.

Um Objekte aus einer anderen Objektdatei einzubinden, ist der Menüpunkt File/Merge aufzurufen. Es geht dann eine Dateiauswahl auf, in der man die gmax-Datei auswählt, welche das gewünschte Modell enthält. Nach der Auswahl der gmax-Datei geht der unten abgebildete Dialog auf, aus der die Objekte ausgewählt werden können, welche importiert werden sollen. In dem dargestellten Beispiel ist nur eine Gruppe mit dem Namen Frontlader in der gmax-Datei enthalten, so dass dieses Objekt alleine angezeigt wird. Das Zusammenfassen eines Gegenstands aus mehreren Objekten durch eine Gruppe ist immer sinnvoll, da sonst im Falle dieses Frontladers alle Objekte des Frontladers wie Räder, Schaufel, Auspuff und Karosserie einzeln ausgewählt werden müssten, um den Frontlader komplett zu erhalten.

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Nach der Auswahl der Objekte, welche zum gerade erstellten Gebäude hinzugefügt werden soll, kann es passieren, dass Konflikte in den Namen von Objekten und Materialien auftreten. Für jeden Konflikt geht ein Dialog auf, in dem der Name geändert werden kann. Bei Objektnamen muss man den Namen nicht ändern. Es empfiehlt sich jedoch, wenn öfters Objekte nach dem Namen ausgewählt werden sollen, den Namen zu ändern. Bei einem Konflikt des Objektnamens steht man vor der Wahl, ob man das betreffende Objekt wirklich hinzufügen möchte (Merge), es nicht hinzufügen möchte (Skip) oder das im Modell bestehende löschen möchte (Delete Old) um es durch das zu ladende zu ersetzen. Setzt man einen Haken bei Apply to All Duplicates, so gilt diese Wahl auch für alle folgenden Objekte. Bei einem Namenskonflikt von Materialien hat man die Auswahl, zwischen der Benutzung des hinzuzufügenden (Use Merged Material) oder des bereits bestehenden Materials (Use Scene Material). Beide Punkte bedeuten eine Ersetzung von Materialen, was zu unerwünschten Nebenwirkungen führen kann. Da Materialnamen eindeutig sein müssen, bietet es sich alternativ an, den Namen von Hand oder automatisch ändern zu lassen.

Nach dem alle eventuell auftretenden Namenskonflikte aufgelöst worden sind, erscheinen dann die neu hinzugefügten Objekte an der Weltposition im Modell, welche sie in dem ursprünglichen Modell eingenommen haben. Nun sind nur noch die hinzugefügten Objekten an die Position im Modell zu verschieben, an der sie zu sehen sein sollen.

Der nächste Teil des BAT Tutorial wird sich mit der einfachen Modellierung von Gebäudebestandteilen beschäftigen. Insbesondere werden wir zwei Methoden kennen lernen, mit denen Mauern mit Öffnungen erstellt werden können. Die erste Methode beschäftigt sich mit der Generierung von Mauern aus einem zweidimensionalen Objekt. In der zweiten Methode wenden wir hierzu binäre Operationen auf Objekte an.