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Eine Rutsche

Als nächstes wollen wir ein Bauteil einer Rutsche bauen. Alles, was wir für dieses Teil benötigen, ist ein in einen editierbaren Patch umgewandelter Quader und das Werkzeug Select and Move. Der Quader wird mit dem Objekttyp Box in der Frontansicht erzeugt. Unter Parameter lässt sich die Anzahl der entstehenden Segmente eintragen. Für unser Beispiel sollte das jeweils 1 sein. Nach dem wir über Convert to/Editable Patch den Quader umgewandelt haben, wählen wir das Werkzeug Select and Move und im Stack den Objektbestandteil Patch und selektieren dann in der Frontansicht der vordere Patch durch einen Linksklick auf den editierbaren Patch. In gmax gilt immer, dass sich verdeckte Objekte in einer Ansicht durch mehrfaches Klicken anwählen lassen. Ein zweiter Linksklick würde daher zum Selektieren des rückwärtigen Patches führen. Welcher Patch selektiert wurde, lässt sich in den anderen Ansichten überprüfen. Die Frontansicht sollte nun in etwa wie folgt aussehen:

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Nun gehen wir mit dem Mauszeiger auf die y-Achse und bewegen die Maus nach oben. Dies verschiebt die gesamte Fläche nach oben. In der Ansicht von Links und der Perspektivansicht lässt sich die Wirkung unserer Aktion verfolgen. Das Endergebnis sollte in etwa wie im folgenden Bild aussehen:

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Genauso wie wir eben den Patch verschoben haben, lassen sich auch alle anderen Bestandteile eines Objektes verschieben, rotieren oder skalieren. Da wir mit einem editierbaren Patch arbeiten, erhalten wir eine Krümmung der Oberfläche bei der Verschiebung. Die Krümmung einer Oberfläche können wir jedoch auch auf andere Weise beeinflussen.

Um die Krümmung der Oberfläche zu verändern, wählen wir im Stack den Objektbestandteil Vertex aus und linksklicken auf einen der Knoten des Objekts. Neben dem Knoten werden drei grüne Kästen sichtbar (sofern keine andere Farbe in den Optionen eingestellt ist). Diese grünen Kästen sind die Hilfsknoten, mit dem die Krümmungen der Splines beschrieben werden, welche die Oberflächen des Objekts aufspannen. Diese Knoten lassen sich mit dem Werkzeug Select and Move auch bewegen. Um nun das Rutschenelement weiter zu verformen, führen wir die Maus auf einen grünen Punkt und bewegen ihn. Das Ergebnis unser ersten Bemühungen sollte dann in etwa wie im folgenden Bild aussehen. Gut zu sehen ist hier auch, dass die Eckpunkte des verformten Quaders nicht mehr hintereinander liegen, so dass insgesamt acht Knoten sichtbar sind.

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Dieses Verschieben führen wir für alle Eckknoten der oberen Oberfläche aus. Das Endergebnis könnte dann in etwa wie folgt aussehen:

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Durch das Bewegen der Knoten, Kanten, Flächen usw. von editierbaren Objekten lassen sich sehr viele Formen aus einer Grundform entwickeln, wie beispielsweise das Chassis eines Gabelstaplers oder ein Sandhaufen. Bei einem editierbaren Mesh oder Poly ist dabei darauf zu achten, dass die Ausgangsform ausreichend viele Segmente besitzt, um das gewünschte Endergebnis zu erreichen. Zur Not lassen sich aber auch gewählte Faces oder Polygone über den Schalter Tesselate im Rollup Edit Geometry in mehr Dreiecke bzw. Polygone zerlegen.