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Zeichnen des Graustufenbitmaps

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Beispiel für Höhenlinien

Diese Karte mit 300 dpi einscannen. Das wird mehrere Scans erfordern, da die Karte größer als DIN A4 ist. Im Grafikprogramm müssen diese einzelnen Kartenteile dann passgenau zu einer Karte zusammengesetzt werden. Diese Übersichtskarte der geplanten Region ist jetzt auf die erforderliche Größe des Graustufenbitmaps mit dem Grafikprogramm einzustellen. Als Auflösung können 96 dpi gewählt werden, Breite und Höhe sind auf 1025 Pixel anzupassen (oder je nach Regionsgröße den entsprechenden Wert). Ein nachträgliches Ändern von Breite und Höhe führt in der Regel zu Antialiasing-Effekten, selbst wenn diese Funktion im Grafikprogramm deaktiviert ist.

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Deutlich sind an den zwei Übergängen Pixel mit abweichenden Grauwerten zu erkennen. Beim Übergang von hellem Grau zum mittleren Grau entstehen sogar dunklere Töne, die zu Vertiefungen im Geländemodell der späteren Stadt führen. Die Abweichungen in den Graustufen können zu unerwünschten Geländeformen führen, wie den Einschnitten an dem Steilhang im folgenden Bild.

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Für das Zeichnen des Graustufenbitmaps sollte man sich zunächst die notwendigen Graustufen notieren (hier am Beispiel der Tutorialregion):

NiveauHöhe über NN
höchster Punkt des Gewässers 340 m üNN = 25 grau
niedrigster Punkt am Gewässer 350 m üNN = 95 grau
höchster Punkt der Region 540 m üNN = 190 grau
dazu alle 20er-Zwischenhöhen  

 

Jetzt kann mit einem geeigneten Malwerkzeug (in PhotoPaint hat sich der "Kugelschreiber" bewährt) begonnen werden. Effekte wie "Weicher Rand", "Transparenz" oder "Antialias" müssen ausgeschaltet werden. Sinnvollerweise wird bei den höchsten Punkten, also mit dem hellsten Grauton begonnen und die Fläche innerhalb der zugehörigen Höhenlinie ausgemalt.

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In PhotoPaint lassen sich die einzelnen Höhenstufen separaten Objekten (bei Photoshop: Ebenen) zuordnen und beim weiteren Malen ein- und ausblenden:

 

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Stück für Stück werden alle Höhenebenen mit den entsprechenden Grautönen gefüllt. Die Grauwerte sind hier übertrieben abgestuft, um die Vorgehnsweise besser zu verdeutlichen.

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Letztendlich wird der Verlauf des Wassers mit einer Graustufe von etwa 25 eingezeichnet.

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Das Bild ist nun in eine echte Graustufendatei umzuwandeln, in PhotoPaint mit "Bild - Modus - Graustufen (8-Bit)". Die Grafik wird als BMP gespeichert. Auch wenn SimCity 4 ein JPG als Graustufenbild nutzen kann, sollte dieses Format nicht genutzt werden. JPG verändert als verlustbehaftetes Grafikformat den Bildinhalt und führt möglicherweise zu ungewollten Geländeeffekten.

Anpassen der config.bmp

Eine config.bmp ist im Prinzip nicht erforderlich, jedoch passt die Standardaufteilung der Städte bei SimCity 4 in den wenigsten Fällen zur eben geschaffenen Region. Diese Datei ist ebenfalls mit dem Grafikprogramm zu zeichnen. Ausführliche Hinweise dazu gibt das Tutorial "Stadtgrößen ändern" hier auf der SimCityPlaza.

Einbinden in SimCity 4

SimCity 4 starten, eine neue Region schaffen und einen passenden Namen eintragen. Die Auswahl "Mit Wasser beginnen" oder "Mit Land beginnen" ist egal. SimCity 4 wieder beenden und die beiden Dateien config.bmp und das Graustufenbitmap in den Ordner "\Eigene Dateien\SimCity 4\Regions\Name der Region" kopieren. SimCity 4 wieder starten. In der Region sollte jetzt schon die Stadtaufteilung entsprechend der config.bmp zu sehen sein. Mit [SHIFT]+[STRG]+[ALT]+[R] wird jetzt ein Dateiauswahlmenü aufgerufen, in dem man sich bis zu seinem Graustufenbitmap durchklickt. Diese Datei markieren und mit OK bestätigen. Die Sanduhr zeigt den Beginn der Verarbeitung und SimCity 4 erzeugt nun für alle Städte das Terrain. Anderenfalls ist das Graustufenbitmap fehlerhaft (keine echten Graustufen, Größe passt nicht, ...). Dies kann je nach Größe der config.bmp und der Rechnerleistung des PCs durchaus fünf Minuten und länger dauern.