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Baugebiete richtig ausweisen

Unentbehrlich sind natürlich die Baugebiete, die alle in drei verschiedenen Bebauungsdichten daherkommen. Bei den Wohngebieten sind die geringe und mittlere Dichte am Anfang die richtige Wahl, bei Gewerbegebieten genügt zunächst die schwachbebaute Version. Zwar kann man auch die teureren Varianten anlegen, denn an Geld mangelt es zu Beginn nicht, allerdings werden diese erst sehr viel später im Spielverlauf ausgenutzt. Denn auch in Gebieten hoher Bebauungsdichte entstehen in der frühen Phase nur kleine Häuser. Erst wenn die Stadt gewachsen ist und die Nachfrage steigt, entfalten dichte Zonen ihr ganzes Potenzial. Das kann allerdings einige Jahrzehnte dauern.

Die Industrie ist ein Sonderfall. Hier entstehen in der preiswertesten Kategorie ausschließlich Bauernhöfe. Diese sind zwar billig, verschlingen aber enorm viel Platz ohne dabei sonderlich viele Jobs bereitzustellen oder Steuern einzubringen. Sofern die Stadt also kein ländliches Dorf werden soll, sind die mittleren Industriezonen das Mittel der Wahl. Auch hier gilt: Für die höchste Bebauungsdichte gibt es zu Spielbeginn noch keine Verwendung.

Beim Anlegen der Gebiete gibt es eine einfache Regel: Wohn- und Gewerbegebiete gehören nicht in die Nähe von Luftverpestern wie Kraftwerken und Industriegebieten. Alles was die Luft verschmutzt, platziert man am besten nahe am Kartenrand. So geht ein Großteil des Drecks über den Kartenrand, wo er niemanden stört. Denn auf die Nachbarstädte hat die Verschmutzung keinen Effekt.

Das Verhältnis zwischen Wohn-, Gewerbe- und Industriezonen sollte zu Beginn 3:1:3 betragen. Am besten legt man zunächst nur ein paar wenige Wohnblocks an, 5 bis 6 ist eine gute Zahl, und dann dementsprechend viele Gebiete der anderen Typen (als Maßstab gelten hier die Blocks, die das Spiel automatisch anlegt). Es ist zudem eine gute Idee, in der Mitte der Wohn- und Gewerbezonen Platz für später zu errichtende öffentliche Einrichtungen freizulassen.

Grundversorgung sicherstellen

Ohne Wasser und Strom fühlt sich kein Sim wohl. Daher müssen ein Kraftwerk und am besten ein Wasserturm angeschafft werden. Den günstigsten Strom liefert das Kohlekraftwerk, womit sich dieses anbietet - natürlich ebenfalls in einiger Entfernung zu Wohn- und Gewerbegebieten. Sollte es schon Nachbarstädte in der Region geben, bietet es sich an, den Strom von dort zu beziehen, denn anstatt des großen Kontingents von 6000 MWh kann man so eine maßgeschneiderte Menge ordern.

Für die Versorgung mit dem kühlen Nass reicht vorerst ein Wasserturm voll und ganz aus. Im späteren Spielverlauf sollte man diesen je nach Bedarf durch weitere ergänzen. Ab einer Anzahl von 5 bis 6 Wassertürmen werden Wasserpumpen allerdings wirtschaftlicher und sollten anstatt der Türme eingesetzt werden.

Und was ist mit dem Müll? Nun, der ist vor allem eine teure Angelegenheit. Die ersten paar Jahre überstehen kleine Städte tatsächlich gänzlich ohne Müllentsorgung. Spätestens wenn die ersten Beschwerden im Ticker eintrudeln, sollte man aber mit Mülldeponien gegensteuern. Auf keinen Fall sollte man hier zuviel Flächen ausweisen, denn diese Kosten monatlich Geld. Stattdessen lieber so wenig wie möglich und Nachrüsten, wenn die vorhandene Fläche voll ist.

Öffentliche Einrichtungen

Hier lauert die wahre Kostenfalle. Zu Beginn müssen sich die Sims mit einer einfachen Grundschule, einem kleinen Ärztezentrum und je einer Polizei und Feuerwehr zufrieden geben.

Die erste Amtshandlung des Stadtoberhauptes sollte hier die Kürzung der Etats, die die Kapazität der Gebäude bestimmen, sein. Die Einrichtungen haben nämlich einen Standardetat, der den Bedarf einer kleinen Stadt bei weitem übersteigt. Hier muss man alle Schulen und Krankenhäuser regelmäßig kontrollieren und die monatlichen Zuwendungen soweit senken, dass sie den Bedarf nur leicht überschreiten. Die Qualität der Einrichtung leidet darunter übrigens nicht im Geringsten. Dies ist erst der Fall, wenn die Kapazitäten nicht mehr ausreichen, denn dann kommt es schnell zu Streiks.

Alle Einrichtungen sollten natürlich so platziert werden, dass sie mit ihrem Wirkungsradius möglichst die ganze Stadt abdecken. Später wird man hierzu zusätzliche Einrichtungen errichten müssen.

Natürlich braucht man über kurz oder lang auch die anderen Schulen. Wann die Zeit dafür reif ist, entscheidet allein der Geldbeutel. Erst wenn es der Cashflow erlaubt, kann man die zusätzlichen Bildungseinrichtungen anschaffen. Im Klartext bedeutet das: Nur dann, wenn die Monatsbilanz dadurch nicht ins Negative rutscht, sollte man über die Anschaffung nachdenken.

Dinge wie Häfen, Flughäfen und Sehenswürdigkeiten sind übrigens für lange Zeit erstmal tabu, weil sie schlichtweg zu teuer sind.