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Der Online-Modus

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Nicht zuletzt der überwältigende Zuspruch zu verschiedenen MMOGs  (Massive Multiplayer Online Games) dürfte Monte Cristo dazu inspiriert haben, einen solchen Versuch auch mit einem Städtebausimulator zu starten. Auch wenn das Regionskonzept in SimCity 4 schon ein bedeutender Schritt in Richtung Interaktion der verschiedenen Städte darstellte, war man letztlich doch immer auf sich alleine angewiesen, von diversen "Multiplayern", die mit dem gegenseitigen Austausch von Stadtdateien realisiert wurden, einmal abgesehen. Cities XL bringt hier einen eigenen Modus mit, welcher gleichberechtigt neben dem Singleplayer-Modus steht, und diesen in Sachen Funktionsvielfalt vielleicht noch überflügelt.

Die schlechte Nachricht vorweg: Der Onlinemodus wird einen kleinen monatlichen Betrag (ca. 5,- EUR) kosten, aber im Kaufpreis des Spiels ist ein kostenloser Probemonat enthalten, mit dem man dieses Feature zumindest einmal ausprobieren kann. Wie eingangs erwähnt, steht den Spielern dabei praktisch ein ganzer Planet mit hunderten oder sogar tausenden von Stadtkarten zur Verfügung, jeder Spieler kann sich davon fünf Karten aussuchen und diese wie im Singleplayer-Modus bespielen. Um Chancengleichheit zu bewahren, läuft die Zeit im Onlinemodus allerdings synchronisiert ab, damit soll vermieden werden, dass ein Spieler z. B. durch dauerndes Laufenlassen des Spiels ein Vermögen anhäuft und sich so einen Vorteil gegenüber anderen Spielern verschafft.

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Neben dem Aufbau der eigenen Stadt bzw. Städte dreht sich im Onlinemodus alles um den Handel mit anderen Spielern sowie dem Aufbau eines planetenweiten Infrastrukturnetzwerks. Neben Ressourcen wie Strom, Wasser und Öl können auch Kapazitäten, etwa von Flughäfen oder Hotels, gehandelt werden, dazu wurde eine eigene "Währung", die sogenannten "Tokens", eingeführt, quasi eine Art "Gutschein", welche einen gewissen Gegenwert haben. Auch die Tokens verfallen nach einer gewissen Zeitspanne (z. B. ein Tag), um ein Anhäufen auszuschließen. Benötigt eine Stadt beispielsweise eine bestimmte Anzahl von Arbeitern, können diese gegen eine entsprechende Anzahl von Tokens eingetauscht werden, im Gegenzug können dafür die produzierten Waren exportiert werden, um das eigene Token-Konto wieder aufzufüllen.

Gelegenheitsspieler, die nicht die Zeit oder Lust haben, eine differenzierte Infrastruktur in der eigenen Stadt aufzubauen, erhalten so die Möglichkeit, Waren und Dienstleistungen aus anderen Städten einzutauschen. Es ist sogar möglich, Tokens zu verschenken, wenn man z. B. seine Freunde gezielt fördern möchte. Hartgesottene Fans können sich auf den detailgetreuen Aufbau einer Urlaubslandschaft oder eines Flughafens konzentrieren und so einen ganz speziellen Dienstleistungssektor anderen Spielern zur Verfügung stellen.